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  • Birgit Rohde

Gendersensible Sprache meets SEO

Aktualisiert: 29. März 2023

So geht´s wirklich: gendergerechte Texte für deine Website


Wertschätzend mit allen Menschen kommunizieren
Gendergerechte Sprache und SEO

Gendersensible Sprache. Geschlechtergerechte Sprache.

Oder kurz: Gendern. Stehst du voll dahinter oder verdrehst du genervt die Augen? Vorurteile existieren in rauen Mengen:

Gendern macht unsere Sprache kaputt, Texte werden kompliziert und sind schlecht lesbar (um eine kleine Auswahl zu nennen).

Und wenn dann auch noch Google und SEO ins Spiel kommen (stöhn !!!!!).

Wie du gendern und SEO geschickt unter einen Hut bringst,

das erfährst du hier und jetzt ... und wenn du den Artikel weiterempfehlen möchtest – dann freu ich mich darüber


Inhalte in der Übersicht:

 

#1: GENDERN – was steckt dahinter?

Ich gebe es zu. Ich habe mich jahrelang davor gedrückt, meine eigenen Texte in gendergerechter Sprache zu formulieren.

Zum einen war ich unsicher, wie ich es umsetzen sollte und zum anderen nahm ich an, meiner Zielgruppe wäre es egal.


Heute denke ich anders darüber. Was hat sich verändert?

Mir wurde klar, worum es wirklich geht:

Es geht darum, alle Menschen anzusprechen und zur Mitwirkung einzuladen. Es geht um eine wertschätzende Haltung und darum das Gegenüber anzuerkennen. Im Vordergrund steht die eigene Reflexion und die Bereitschaft, sich inklusiv zu verhalten.

WICHTIG: Es geht weder um Perfektion noch um starre Regeln.


#1 a. Das generische Maskulinum


Kennst du diesen Begriff? Es ist die Bezeichnung einer Person oder eines Berufs in der männlichen Form, obwohl nicht alle beschriebenen Personen männlich sind.

Beispiel: Das Lehrerkollegium besteht nicht nur aus Männern, trotzdem wird für alle der Begriff "Kollegen" verwendet.

In der alltäglichen Sprachwahl hat sich das etabliert, weil es eben einfacher so ist.


#1 b. Das generische Maskulinum bei der Online-Recherche


Und weil wir es so gewohnt sind, verwenden wir das generische Maskulinum auch, wenn wir im Internet etwas suchen.

Daraus folgt wiederum:

Die männliche Form hat ein viel höheres Suchvolumen (= die Anzahl an Suchanfragen zu einem bestimmten Begriff).


Schau mal:

Texter wird 25.800.000 mal gesucht.

Texterin nur 1.300.000 mal.


Der Algorithmus der Suchmaschine hat sich angepasst.


#2: Warum überhaupt gendersensible Sprache?


1 Mit einer geschlechtergerechten Sprache sprichst du alle Geschlechter auf respektvolle Art und Weise an.

Das erweitert deine Zielgruppe und du erreichst mehr potenzielle Kaufinteressierte.

2 Du übernimmst eine Vorbildfunktion und erzeugst dadurch eine positivere Wirkung nach außen.

3 Und natürlich ist es ein wichtiger Schritt in Richtung gleichberechtigte Zukunft.


#3: Gendergerechte Schreibweisen


#3 a. Schreibweisen, die Frauen und Männer mit einschließen:

  • Du nennst die weibliche und männliche Form (Lehrer und Lehrerinnen)

  • Du nutzt das Binnen-I (LehrerInnen)

  • Du nimmst den Schrägstrich (Lehrer/innen)

#3 b. Schreibweisen, die alle Geschlechter mit einschließen:

  • Du entscheidest dich für die Gender-Gap (Radfahrer_innen)

  • Oder für den Doppelpunkt (Radfahrer:innen)

  • Oder für das Gendersternchen (Radfahrer*innen)

#3 c. Alternativ gibt es geschlechtsneutrale Formulierungen:

  • beratende Personen statt Berater:innen

  • Teilnehmende statt Teilnehmer:innen

  • Kundschaft, Kollegschaft

Noch mehr exklusive Tipps von mir für dich?

Die gibt es, wenn du den SEO-Letter abonnierst:


#4 Wie reagiert Google auf gendergerechte Sprache und Schreibweisen?


Das haben bereits vor mir renommierte Digitalagenturen, SEO-und Online-Agenturen detailliert analysiert. Darum verlinke ich dir deren Ergebnisse, wenn du nachlesen möchtest.

Wenn nicht, darfst du weiter zum Zwischenfazit springen.


Meine Empfehlungen zum Nachlesen:


Ich fasse mal für ein Zwischenfazit zusammen:

Die Suchmaschine hat mit allen gendersensiblen Schreibvarianten so ihre Schwierigkeiten und ein Google-Update in diese Richtung wäre optimal. ABER bedenke: Der Google Algorithmus reagiert nur darauf, welche Begriffe wir verwenden.


Es liegt also an mir, an dir, an uns allen, eine gendergerechte Sprache zu etablieren, z.B. Texterin oder Texter:in zu googeln oder auf der Website von User:innen zu sprechen. Änderst du deine Sprache, wird sich auch die Suchmaschine daran gewöhnen und nachziehen.


#5 Doppelpunkt: Meine favorisierte Schreibweise


Ich persönlich habe mich für den Doppelpunkt entschieden.

Was sind die Vorteile der Schreibweise mit dem Doppelpunkt

wie z.B. Berater:innen?

  • sie bezieht alle Geschlechter mit ein

  • Google liefert Ergebnisse für das männliche Keyword, aber auch immer öfter für das weibliche Keyword (siehe Beispiel unterhalb)

Ich habe den Begriff "Elektriker:in" getestet und heraus kam:

Google hat primär Ergebnisse für Elektriker geliefert, aber auch für Elektrikerin und Elektriker "in".


#6 4 Tipps, wenn du dich FÜR eine gendersensible Sprache entscheidest


1 Entscheide dich für eine Schreibweise und ziehe diese einheitlich auf der ganzen Website durch (bzw. in deiner gesamten Unternehmenskommunikation). Richte dich bei der Wahl nach deiner Zielgruppe, denn du schreibst in erster Linie für sie und nicht für Google.


2 Versuche es mit geschlechtsneutralen Begriffen, wie Kundschaft, Studierende, Teammitglieder ...

Was ich dir noch empfehle: Richte deinen Fokus auf Tätigkeiten, Produkte oder Leistungen statt auf Personen.


Statt Texter:in einfach mal Content-Erstellung oder Texterstellung.

Statt Grafikdesignerin nur Grafikdesign.

Statt „10 Tipps für Logodesigner:innen" einfach nur „10 Tipps für ein stimmiges Logodesign".


3 Inspiration und Hilfe gibt es bei Gender-Wörterbüchern,


4 Wenn du dich als Frau für die weibliche Form eines Keywords entscheidest, z.B. Werbetexterin, bedeutet das: Es suchen zwar weniger Personen nach Werbetexterin als nach Werbetexter, doch gleichzeitig hast du weniger Konkurrenz und größere Chancen auf

ein gutes Ranking.


Mein Fazit:

Einfach ausprobieren!

Perfektion zur Seite und Mut zur Imperfektion.

Es geht um deine Bereitschaft, dich inklusiv zu verhalten und wertschätzend zu kommunizieren.


Wenn du dazu noch Fragen hast – ich bin für dich da!


Danke für deine wertvolle Zeit und bis zum nächsten Mal!


SEO-tastische Grüße

Deine Birgit


Quellen:



Dein SEO-Coach
Birgit Rohde

Hallo! Ich bin Birgit.

Schön, dass du da bist.

Ich zeige dir, wie du mit SEO & geilen SEO-Texten online sichtbar wirst. Du bist Unternehmer:in, Coach:in,

Berater:in oder Expert:in?

Dann lass uns kennenlernen!





2 Kommentare

2 comentarios


Invitado
30 mar 2023

Hallo Birgit,


ich möchte gerne deiner Aufforderung folgen und meine Meinung zu diesem Thema mitteilen. Als Frau fühle ich mich durch diese Schreibweise wie auch Sprechweise diskriminiert; darüber hinaus ist dieses hier angesprochene "gendern" auch nur die Verwendung eines sehr kleinen Teils der Geschlechterwissenschaft die diesen Begriff "gender" geprägt hat. Auch wurde immer wieder in der Presse (egal ob on- oder offline) propagiert, dass es sich um eine von Sprachwissenschaftler erarbeitete Form der Anrede oder Geschlechterbezeichnung handelt. Dies sehe ich auch nicht so. Doch fangen wir von vorne an.

Gender ist ein Begriff er Geschlechterwissenschaft und bezeichnete ursprünglich das Geschlecht zu den jemand gehört; diese war nicht sein biologisches Geschlecht sondern bezeichnete die Familie, Klan - also seine Herkunft (Ständeordnung).…


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Invitado
30 mar 2023

Hallo Birgit!


Danke für deinen spannenden Artikel! Das Thema Gendern beschäftigt mich auch schon länger. Auf meiner Website habe ich mich ebenfalls für die Variante mit dem Doppelpunkt entschieden. Wobei ich das Binnen-I auch sehr gerne mag. Ich hab mich immer gefragt, wie sich das Gendern wohl auf das Googleranking auswirkt. Es macht auf jeden Fall Mut, mal von einer Expertin zu lesen, dass Gendern durchaus Sinn macht. Außerdem schreibe ich ja nicht nur für Google. Also YES – Mut zur Imperfektion!


Liebe Grüße

Erni

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